
Von Rövekamp Jens-Peter doc 01:05:00, 2004; Deutsch
Kino: MovieWorld/Paradiso, Spiez
Datum: Samstag, 3. Mai
Zeit: 16.00 Uhr
Der 85-jährige Emil Frey lebt in einem maroden Bauernhaus mitten in einer modernen Neubausiedlung. Der Grund für den Kontrast im Stäfner Quartier Trübel: Emil Frey will seine Heimat, die einst im Familienbesitz war, nicht verlassen. Gerichtlich wehrt er sich gegen die Ausweisung durch den Bauherren. Solange dieses Verfahren läuft, prallen im Trübel zwei Welten aufeinander: Hier der alteingesessene Emil Frey, der seinen Abfall im Ofen zu verbrennen pflegt, dort die Neuzuzüger, die von der Idylle auf dem Land träumen. Der Kontrast besticht nicht nur durch eindrückliche Bilder; er drängt auch Fragen auf: Was ist Heimat? Was ist normal? Wie gehen wir Menschen um, die anders sind als der Mainstream?
Von Hagen Edgar doc 01:25:00, 2001; Französisch
Kino: MovieWorld/Paradiso, Spiez
Datum: Samstag, 3. Mai
Zeit: 14.00 Uhr
Tausende von Männern zogen zwischen 1950-1966 ins Walliser Hochgebirge, in eine Urlandschaft aus Fels und Eis. Sie errichteten eine Zivilisation auf Zeit und sprengten unter extremen Arbeitsbedingungen ein 160 Kilometer langes Stollenlabyrinth unter dem Matterhorn und anderen imposanten Gipfeln in den Berg. Durch dieses weitverzweigte unterirdische Flussbett fliesst seither das Wasser von 35 Gletschern der höchsten Staumauer der Welt, der Grande Dixence, zu. In der Dunkelheit des Berges und den eisigen Einöden des Hochgebirges, auf der Reise an die Orte, wo einst die überfüllten Barackendörfer wie tibetische Klöster standen, finden die Rückkehrer ihre eigenen Spuren. Hier bewältigten sie einst Lebenskrisen, entrannen der Armut, fanden lebenslängliche Freundschaften, aber auch Einsamkeit, Krankheit und Tod.
Von Bron Jean-Stéphane doc 01:30:00, 2003; Deutsch
Kino: MovieWorld/Paradiso, Spiez
Datum: Freitag, 2. Mai
Zeit: 16.00 Uhr
Wenn wir es nicht schon wüssten — Mais im Bundeshuus öffnete uns definitiv die Augen: Die Politik ist kein Quell der Lauterkeit, die Politiker keine Waisenknaben. Hohe Ziele ringen da mit knallharten Eigeninteressen. Ethische Grundsätze messen sich mit wirtschaftlicher Profitgier. Ein Spiel mit Fouls und Handicaps, mit Solovorstössen und Defensivblockaden, mit Überraschungsangriffen und Zufallstreffern. Vorzugsweise glauben wir, dass unsere kleine Modelldemokratie frei von solchen Mauscheleien sei. Doch nun hat Jean-Stéphane Bron den eidgenössischen Parlamentsalltag unter die Lupe genommen und gibt an einem Beispiel ernüchternden Einblick. Zum Trailer
Von Staub Christoph fic 01:88:00, 2003; Deutsch
Kino: MovieWorld/Paradiso, Spiez
Datum: Donnerstag, 1. Mai
Zeit: 16.00 Uhr
Franz Engi (Mathias Gnädinger) kommt nach über dreissig Jahren im Ausland zurück nach Sternenberg, ins Dorfseiner Kindheit. Dabei muss er feststellen, dass sich vieles verändert hat. Es leben nur noch wenige Familien mit Kindern im Dorf, deshalb soll jetzt auch die Schule geschlossen werden. Das ist ein schlimmer Schlag für die kleine Gemeinde, denn wenn die Schule einmal geschlossen ist, werden auch kaum mehr junge Familien mit Kindern zuziehen — und auf kurz oder lang wird es das Dorf als solches nicht mehr geben. Franz entschliesst sich, die Schule und somit auch die Stelle der Lehrerin Eva (Sara Capretti) zu retten und zwar auf ungewöhnliche Weise: Er lässt sich selber als Schüler eintragen. Er behauptet, er habe als Kind nicht genug Zeit gehabt, um zur Schule zu gehen und er wolle jetzt sein "Recht auf Bildung" einfordern. Und der Trick scheint zu funktionieren. Franz geht als ”ältester Primarschüler der Schweiz” zur Schule und die Klasse erreicht somit die Mindestzahl Schüler, die es braucht, damit die Schule weiterhin finanziert wird. Zum Trailer