filmfestival-spiez-thun
Filmfestival Thunersee / lac de Thoune
Postfach / case postale 2176
CH- 3601 Thun / Thoune

2000: 11. Ausgabe

11. Film und Video Festival Spiez 2000 präsentiert die Gewinnerfilme:

Für einen bemerkenswerten Spielfilm:

Valentina, von Paul Aegerter

Die Begründung der Jury:
Nominiert in den Sparten Spielfilm, Kamera, Montage, Ton und Darsteller, überzeugt der Film "Valentina als Ganzes und wurde von der Jury einstimmig zum besten Film des Festivals gewählt. Eine einfache Geschichte, die unter die Haut geht, wird in poetischen Bildern gekonnt erzählt. Julia Frehner

weitere Nominationen:
Drei Wünsche, von Filippo Lubiato
Stillstand, von Filippo Lubiato
Das Bikini-Atoll, von Zollinger/Vital

Für eine bemerkenswerte Kamera:

Namib, von Daniel Keist

Die Begründung der Jury:
Namib ist einer der guten Reisefilme. Von dieser, von unseren Mitgliedern, sehr geschätzten Kategorie bekommen wir am Nationalen Festival wohl nur die Spitze des Eisberges zu sehen.
Es ist nicht einfach, im Gruppen- oder Familienkreis einen Film so zu realisieren, dass er von Anfang bis Ende durchhält. Um es gerade zu dagen: Daniel Kneist's Werk hat diese Schwierigkeit nicht. Der Aufbau und das Licht seiner Bilder sind bemerkenswert. Ob Wüste, Tiere oder abgestorbene Bäume - der Autor findet immer wieder einen interessanten und fotogenen Kamerastandpunkt. Bravo dem Kameramann.
Michel Juillerat

weitere Nominationen:
Chadar, von Werner Kropik
Autour du giratoire, von M.J.Urech
Valentina, von Paul Aegerter

Für eine bemerkenswerte Montage:

Mercury Telecom, von Rodrigue Eckert

Die Begründung der Jury:
Mercury Telecom ist ein ausserordentlich dynamischer und einschlägiger Werbespot. Seine Qualitäten verdankt er mehreren Faktoren, wobei jedoch vor allem der gute Schnitt dominiert. Die Filmkunst wurde erst zur Kunst, als man den Schnitt beherrschte. So ist er für jeden Film von entscheidender Wichtigkeit. Dies umso mehr für jene, welche fähig sind, eine Botschaft - wie im Werk Rodrigue Eckerts - in einer Handvoll Sekunden zu übermitteln. Dem Autor sei gratuliert.
Michel Juillerat

weitere Nominationen:
Kompromisslos einfach, von H.P.Schüpbach
Valentina, von Paul Aegerter

Für einen bemerkenswerten Ton:

Stillstand, von Filippo Lubiato

Die Begründung der Jury:
Die Musik ist ein grundlegendes Element für die dramatische Intensität eines Filmes. Die Stärke von "Stillstand" sind die Geräusche des Zuges, des Bahnhofes und die Klagerufe des Mädchens, welche eine Tonebene bilden. Ebenso die Abwesenheit von Dialogen, welche diese Kraft noch verstärken.
Catherine Duran

weitere Nominationen:
Aus dem Eis, von Wernli, Brunner
Verwirrt getrieben, von Hess,Hegland
Valentina, von Paul Aegerter

Für einen bemerkenswerten Film über humanitäre/soziale Aspekte:

...und 39 Grad im Schatten, von Hansueli Holzer

Die Begründung der Jury:
Dieses Video ist eine Selbstkritik des Autors. Wenn man ans Bett gefesselt ist, hat man Musse und viel Zeit. Da gehen einem verschiedenste Gedanken durch den Kopf. Altern ist ein Aspekt im Leben, der fast jeden beschäftigt. Gut ins Bild gesetzt und mit einem witzigen Kommentar setzt sich der Autor mit seinem Problem des sichtbaren älter werdens auseinander. Ein nicht für alle Zuschauer angenehmes Werk, denn es hält uns in gewisser Weise einen Spiegel vor. Brigitta Aegerter

weitere Nominationen:
Arnold, von Martine Pfefferli
Die älteste Frage der Welt, von Pascal Bergamin
Schon schön alt, von Caroline Demeny
Les dessins de la colère, von Catherine Duran
Maîtres du Rwanda, von Fred Graber

Für einen bemerkenswerten Film mit ökologischen Aspekten:

Das Bikini-Atoll, von Sandro Zollinger und Roman Vital

Die Begründung der Jury:
Der Film greift ein weltweit bedeutsames Thema auf. Immer wieder redet man von Bedrohung - Bedrohung der Fauna und Flora, Bedrohung der Menschheit. Mit unbequemen, weder schönen noch angenehmen Einstellungen gelingt es den beiden Autoren von "Bikini-Atoll", die Frage der Kernspaltung auf eine neue Weise bewusst zu machen.
Julia Frehner

weitere Nominationen:
Der Hai - 400 Millionen Jahre Leben, von M. und E.Klein

Für den besten Darsteller:

Der Mann aus "Valentina"

Die Begründung der Jury:
Die bemerkenswerte Interpretation dieses Darstellers trägt viel zum Gelingen dieses Filmes bei. Die geringste Bewegung dieses Mannes wirkt furchterregend. Der Nagelschneider in seiner Hand wird zur Waffe und der Schluck Alkohol, den er trinkt, entfacht unsere eigene Kehle...
Catherine Duran

weitere Nominationen:
Darsteller aus Neunzehn Dreiviertel Stunden

Für einen bemerkenswerten Dokumentarfilm:

Lebenskünstler, von Mike Krishnatreya

Die Begründung der Jury:
Dieser Film zeigt uns einen Mann, der von der Gesellschaft als Aussenseiter eingestuft wird. Das Dokument ist in einer angenehmen und unterhaltsamen Art gestaltet. Man lebt und erlebt als Zuschauer die Umgebung der Hauptpersonen. Eine Reportage, die die Worte mit Bildern unterstützt. Menschen, die nicht nach den Regeln der Gesellschaft leben, werden immer als komische Kauze betrachtet - als unangepasst. Dieser Film bringt uns aber die Lebensart und vor allem die Lebensphilosophien des Porträtierten näher.
Brigitte Aegerter

weitere Nominationen:
Les dessins de la colère, von Catherine Duran
Swissair Flug 111, von Erich Nebe
Maîtres du Rwanda, von Fred Graber
Chadar, von Werner Kropik

Prix Jeunesse:

Neunzehn Dreiviertel Stunden, von Claude Witz und Claudio Zemp

Prix Talpa:

Verwirrt getrieben, von Jelka Hess und Liv Hegland

Für die UNICA nominiert sind:

One Minute Cup:

Das Ratel, Clean

Impression zur Preisverleihung

Preisverleihung
Preisverleihung 2000