
11. Film und Video Festival Spiez 2000 präsentiert die Gewinnerfilme:
Valentina, von Paul Aegerter
Die Begründung der Jury:
Nominiert in den Sparten Spielfilm, Kamera, Montage, Ton und Darsteller, überzeugt der Film "Valentina als Ganzes und wurde von der Jury einstimmig zum besten Film des Festivals gewählt. Eine einfache Geschichte, die unter die Haut geht, wird in poetischen Bildern gekonnt erzählt. Julia Frehner
weitere Nominationen:
Drei Wünsche, von Filippo Lubiato
Stillstand, von Filippo Lubiato
Das Bikini-Atoll, von Zollinger/Vital
Namib, von Daniel Keist
Die Begründung der Jury:
Namib ist einer der guten Reisefilme. Von dieser, von unseren Mitgliedern, sehr geschätzten Kategorie bekommen wir am Nationalen Festival wohl nur die Spitze des Eisberges zu sehen.
Es ist nicht einfach, im Gruppen- oder Familienkreis einen Film so zu realisieren, dass er von Anfang bis Ende durchhält. Um es gerade zu dagen: Daniel Kneist's Werk hat diese Schwierigkeit nicht. Der Aufbau und das Licht seiner Bilder sind bemerkenswert. Ob Wüste, Tiere oder abgestorbene Bäume - der Autor findet immer wieder einen interessanten und fotogenen Kamerastandpunkt. Bravo dem Kameramann.
Michel Juillerat
weitere Nominationen:
Chadar, von Werner Kropik
Autour du giratoire, von M.J.Urech
Valentina, von Paul Aegerter
Mercury Telecom, von Rodrigue Eckert
Die Begründung der Jury:
Mercury Telecom ist ein ausserordentlich dynamischer und einschlägiger Werbespot. Seine Qualitäten verdankt er mehreren Faktoren, wobei jedoch vor allem der gute Schnitt dominiert. Die Filmkunst wurde erst zur Kunst, als man den Schnitt beherrschte. So ist er für jeden Film von entscheidender Wichtigkeit. Dies umso mehr für jene, welche fähig sind, eine Botschaft - wie im Werk Rodrigue Eckerts - in einer Handvoll Sekunden zu übermitteln. Dem Autor sei gratuliert.
Michel Juillerat
weitere Nominationen:
Kompromisslos einfach, von H.P.Schüpbach
Valentina, von Paul Aegerter
Stillstand, von Filippo Lubiato
Die Begründung der Jury:
Die Musik ist ein grundlegendes Element für die dramatische Intensität eines Filmes. Die Stärke von "Stillstand" sind die Geräusche des Zuges, des Bahnhofes und die Klagerufe des Mädchens, welche eine Tonebene bilden. Ebenso die Abwesenheit von Dialogen, welche diese Kraft noch verstärken.
Catherine Duran
weitere Nominationen:
Aus dem Eis, von Wernli, Brunner
Verwirrt getrieben, von Hess,Hegland
Valentina, von Paul Aegerter
...und 39 Grad im Schatten, von Hansueli Holzer
Die Begründung der Jury:
Dieses Video ist eine Selbstkritik des Autors. Wenn man ans Bett gefesselt ist, hat man Musse und viel Zeit. Da gehen einem verschiedenste Gedanken durch den Kopf. Altern ist ein Aspekt im Leben, der fast jeden beschäftigt. Gut ins Bild gesetzt und mit einem witzigen Kommentar setzt sich der Autor mit seinem Problem des sichtbaren älter werdens auseinander. Ein nicht für alle Zuschauer angenehmes Werk, denn es hält uns in gewisser Weise einen Spiegel vor. Brigitta Aegerter
weitere Nominationen:
Arnold, von Martine Pfefferli
Die älteste Frage der Welt, von Pascal Bergamin
Schon schön alt, von Caroline Demeny
Les dessins de la colère, von Catherine Duran
Maîtres du Rwanda, von Fred Graber
Das Bikini-Atoll, von Sandro Zollinger und Roman Vital
Die Begründung der Jury:
Der Film greift ein weltweit bedeutsames Thema auf. Immer wieder redet man von Bedrohung - Bedrohung der Fauna und Flora, Bedrohung der Menschheit. Mit unbequemen, weder schönen noch angenehmen Einstellungen gelingt es den beiden Autoren von "Bikini-Atoll", die Frage der Kernspaltung auf eine neue Weise bewusst zu machen.
Julia Frehner
weitere Nominationen:
Der Hai - 400 Millionen Jahre Leben, von M. und E.Klein
Der Mann aus "Valentina"
Die Begründung der Jury:
Die bemerkenswerte Interpretation dieses Darstellers trägt viel zum Gelingen dieses Filmes bei. Die geringste Bewegung dieses Mannes wirkt furchterregend. Der Nagelschneider in seiner Hand wird zur Waffe und der Schluck Alkohol, den er trinkt, entfacht unsere eigene Kehle...
Catherine Duran
weitere Nominationen:
Darsteller aus Neunzehn Dreiviertel Stunden


Lebenskünstler, von Mike Krishnatreya
Die Begründung der Jury:
Dieser Film zeigt uns einen Mann, der von der Gesellschaft als Aussenseiter eingestuft wird. Das Dokument ist in einer angenehmen und unterhaltsamen Art gestaltet. Man lebt und erlebt als Zuschauer die Umgebung der Hauptpersonen. Eine Reportage, die die Worte mit Bildern unterstützt. Menschen, die nicht nach den Regeln der Gesellschaft leben, werden immer als komische Kauze betrachtet - als unangepasst. Dieser Film bringt uns aber die Lebensart und vor allem die Lebensphilosophien des Porträtierten näher.
Brigitte Aegerter
weitere Nominationen:
Les dessins de la colère, von Catherine Duran
Swissair Flug 111, von Erich Nebe
Maîtres du Rwanda, von Fred Graber
Chadar, von Werner Kropik
Neunzehn Dreiviertel Stunden, von Claude Witz und Claudio Zemp
Verwirrt getrieben, von Jelka Hess und Liv Hegland
Das Ratel, Clean
